Das Jahr 2025 war für die Coubertin meets Dunant Foundation ein Jahr der Vertiefung und nachhaltigen Fortschritte. Während Strukturen gefestigt und Partnerschaften ausgebaut wurden, blieb das zentrale Anliegen unverändert: jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft und sozialem Status durch Sport Perspektiven zu eröffnen und ihnen den Weg in Bildung, Gesellschaft und Zukunft zu erleichtern.
Neues Büro in Zürich
In Altstetten wurde ein kleines, lebendiges Büro eingerichtet, von dem aus Programme koordiniert, Partnerschaften gepflegt und neue Ideen vorangetrieben werden. Der Standort hat sich rasch zu einem Treffpunkt für Austausch, Planung und Begegnungen entwickelt – offen für kurze Abstimmungen ebenso wie für gemeinsame Perspektiven und gelegentliche Besuche.
Refugee Programme: individuelle Wege, gemeinsame Ziele
Im Refugee Programme begleitete die Stiftung auch 2025 talentierte junge Geflüchtete auf ihrem sportlichen und persönlichen Weg. Athletinnen und Athleten aus der Ukraine, Afghanistan, Gambia und weiteren Ländern wurden in Sportarten wie Fussball, Eishockey, Schwimmen, Taekwondo und Rock’n’Roll gefördert. Im Zentrum stand dabei stets das Förderdreieck aus Athlet:in, Verein und Stiftung – ergänzt durch schulische Unterstützung, Beratung und gezielte finanzielle Beiträge.
Sechs junge Eishockeyspieler, ein Taekwondo-Athlet und ein Rock’n’Roll-Tänzer erhielten Förderverträge, weitere Talente wurden in Trainings- und Integrationsprozessen begleitet. Für manche bedeutete dies die Aufnahme an einer Sportschule oder die Teilnahme an internationalen Camps, für andere den ersten eigenen Ausweis, eine stabile schulische Situation oder neue Sicherheit im Alltag. Viele dieser Fortschritte geschehen abseits der Öffentlichkeit – und sind doch entscheidend für eine gelingende Integration.
Das Pilotprojekt im Eishockey wurde zudem im Rahmen des Bachelorstudiums an der
Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen (EHSM) wissenschaftlich begleitet:
Die Begleitarbeit untersuchte die soziale Integration der geflüchteten Jugendlichen im Programm und lieferte wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Förderung.
United Programme: Begegnung durch Sport
Ein Höhepunkt des Jahres war das United Summer Camp 2025, das im Juni in Zürich stattfand. Rund 30 junge Frauen –aus Afghanistan, Deutschland und der Schweiz– kamen im Vorfeld der UEFA Women’s EURO zusammen, um gemeinsam zu trainieren, sich auszutauschen und neue Perspektiven zu entwickeln. Sportliche Einheiten, Workshops und öffentliche Veranstaltungen schufen Raum für Begegnung, Selbstvertrauen und Sichtbarkeit.
Das Camp zeigte eindrücklich, wie Sport als Plattform für Dialog und Verständigung wirken kann. Gleichzeitig stärkte es die Position der Stiftung als verlässliche Partnerin im Bereich „Sport und Integration“.
Starke Netzwerke, nachhaltige Wirkung
Die Zusammenarbeit mit Organisationen wie UNHCR, BASPO, SEM, Sportverbänden und Bildungspartnern wurde 2025 weiter vertieft. Diese Netzwerke ermöglichen langfristige Förderwege und eröffnen jungen Athletinnen und Athleten Zugang zu bestehenden Talent- und Bildungssystemen. Parallel dazu arbeitete die Stiftung an der Professionalisierung ihrer Strukturen und an einer breiteren finanziellen Basis für zukünftige Projekte.
Blick nach vorn
Mit neuen internationalen Begegnungsformaten, darunter ein United Hockey Camp im Rahmen der Eishockey-Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz, richtet sich der Blick bereits in die Zukunft. Ziel bleibt es, Sport als verbindende Kraft zu nutzen – als Instrument des Vertrauens, der Integration und der gemeinsamen Entwicklung.
Das Jahr 2025 hat einmal mehr gezeigt: Integration entsteht Schritt für Schritt. Mit Geduld, Engagement und starken Partnerschaften kann Sport dabei Brücken bauen – zwischen Menschen, Kulturen und neuen Lebenswegen.